Zivildienst in der Landwirtschaft
Den Zivildienst in der Landwirtschaft abzuleisten, ist eine von jungen Kriegsdienstverweigerern mit Interesse aufgenommene Alternative. Den Mitgliedsbetrieben kann der Maschinen- und Betriebshilfsring mit Zivildienstleistenden (ZDL) so Betriebshelfer anbieten, die über eine gute Qualifikation verfügen.
Im Jahr 1994 stellte der Landesverband der Maschinenringe Nds. den Antrag auf Anerkennung als Beschäftigungsstelle und wurde im Mai 1995 als Beschäftigungsstelle für den Zivildienst mit 10 Zivildienstplätzen anerkannt. Aufgrund der stetig wachsenden Nachfrage wurde der Einsatz von ZDL als Betriebshelfer konsequent gesteigert und mittlerweile verfügt der LMR über 50 Zivildienstplätze.
Die 9-monatige Dienstzeit kann jeweils zum Monatsbeginn angetreten werden und wird als Praxiszeit für weiterführende Schulen voll anerkannt.
Einsatz nur im sozialen Bereich
Die ZDL sind als landwirtschaftliche Betriebshelfer bei Krankheit, Unfall oder Tod des Betriebsleiters oder dessen Ehepartners in landwirtschaftlichen Betrieben einzusetzen, die ohne diese Hilfe in eine existenzbedrohende Notsituation kommen würden. Einsätze als Ersatzkraft bei Urlaub, Weiterbildungsmaßnahmen oder zum Brechen von Arbeitsspitzen sind nicht zulässig. Es muss sich aber nicht unbedingt um Einsätze handeln, bei denen für die landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger Leistungspflicht besteht. Auch wenn diese Leistungspflicht nicht mehr besteht, z. B. nach Ablauf der Einsatzdauer, können die ZDL bei weiterem Vorliegen des Einsatzgrundes in diesen Einsätzen weiter beschäftigt werden. Das weitere Vorliegen des Einsatzgrundes ist dann durch ein ärztliches Attest, oder einer Bescheinigung einer zuständigen landwirtschaftlichen Institution zu belegen.
Zusammenarbeit bei der Organisation
Die Zivildienstleistenden leisten ihren Dienst beim Landesverband, der für alle organisatorischen Fragen des Zivildienstes von der Beantragung der Einberufung über die monatlichen Soldabrechnungen bis zur Entlassung verantwortlich ist. Die Einsatzplanung läuft über einen Einsatzmaschinenring (in der Regel der Heimat – MR des ZDL). Auch wenn die Einsätze im Regelfall im Ringgebiet des Einsatzmaschinenringes liegen, können die Zivis niedersachsenweit eingesetzt werden, so dass dadurch eine hohe Flexibilität der Einsatzmöglichkeiten gegeben ist.
Anspruchsvolle Arbeit
Die jungen Männer müssen in ihren Einsätzen alle anfallenden Arbeiten erledigen können und im Notfall auch die Betriebsleiterfunktionen übernehmen. Deshalb setzt der Landesverband der Maschinenringe nur Zivildienstleistende ein, die eine abgeschlossene Ausbildung zum Landwirt vorweisen können. Von Vorteil ist der erfolgreiche Besuch der einjährigen Fachschule Landwirtschaft. Denn nur durch die Ausbildung entsprechend qualifiziertes Personal ist in der Lage, den hohen Ansprüchen an Betriebshelfer vom Maschinenring gerecht zu werden.
Bewerber für 2010gesucht
Nachdem unsere Plätze für 2009 alle vergeben sind, suchen wir nun Zivildienstleistende für das Jahr 2010. Bei Interesse am Zivildienst in der Landwirtschaft schicken Sie einfach eine formlose Bewerbung, einen tabellarischen Lebenslauf mit Lichtbild sowie Kopien Ihrer Urkunde zum Landwirt und der Anerkennung zum Kriegsdienstverweigerer an den Landesverband der Maschinenringe
Niedersachsen e.V., Warmbüchenstr. 3 in 30159 Hannover.
Nähere Informationen zum Thema Zivildienst erhalten Sie auch von unserem Zivildienstbeauftragten Herrn Oliver Müller unter der Telefonnummer 05 11 – 36 39 37.